Jean Bernard Léon Foucault   

18. 9. 1819 in Paris

11. 2. 1868 in Paris

18. September 1819 als Sohn eines Verlegers geboren.

Als Léon Foucault 10 Jahre alt war, starb sein Vater. Daraufhin brachte ihn seine Mutter nach Paris, wo er das "Collég Stanislas" besuchte. Auf Anraten des Direktors verließ er dieses jedoch wieder, da er weder sehr folgsam noch sehr strebsam war. Er lernte bei einem Privatlehrer weiter.

Anschließend begann er ein Medizinstudium, das er nicht abschloss, da er bestimmte Ekelgefühle (z.B. Sezieren) nicht überwinden konnte.

Er arbeitete anschließend als Assistent bei einem Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Mikoroskopie tätig war.

Ohne Universitäts-Studium widmete er sich der Physik und erarbeitete sich alles autodidaktisch.

Er erfindet die Kohlenbogenlampe. In den 1840er Jahren trug er zu den Comptes Rendus, einer Beschreibung eines elektromagnetischen Regulators für die elektrische Bogenlampe bei und veröffentlichte zusammen mit Henri Victor Regnault eine Arbeit über binokulares Sehen.  

(1843, Beleuchtung des Place de la Concorde in Paris mit einer Bogenlampe durch den Franzosen Joseph Delenil.)

Zum Beispiel stellte er 1840 der französischen Akademie der Wissenschaften ein Verfahren vor, wie man mithilfe der Daguerreotypie Mikrofotos von Blutproben erzeugen kann.

1844 folgte er diesem als wissenschaftlicher Berichterstatter zum "Jornal de Débat". Nach dieser

Tätigkeit entschloss sich Foucault für eine Zusammenarbeit mit A. H. Fizeau auf dem Gebiet der Interferenz des Lichtes. Als einem der ersten Wissenschaftler gelang es Foucault, mit Hilfe eines rotierenden Spiegels die Lichtgeschwindigkeit zu bestimmen.

1850/51 gelang ihm mit Hilfe der von ihm entwickelten Drehspiegelmethode eine sehr genaue Messung der Lichtgeschwindigkeit, die er auf 298.000 km/s bestimmte.

Außerdem bewies er 1853, dass die Lichtgeschwindigkeit in Wasser niedriger als in Luft ist, womit gleichzeitig die Wellennatur des Lichts bestätigt wurde.

In der Optik wird das von ihm entwickelte Foucaultsche  Schneidenverfahren  zur Prüfung optischer Flächen oder ganzer optischer Systeme noch heute verwendet.

1855 baute Foucault eine Schreibmaschine. Er gilt deshalb als einer der Erfinder der Schreibmaschine.

Ab 1855 war er als Physiker für das Pariser Observatorium tätig. Er entwickelte ein Spiegelfernrohr, das den bisherigen dioptischen Fernrohren weit überlegen war. Im Jahre 1865 wurde er Mitglied des "Institut de France".

1862 veröffentlichte er verschiedene Ergebnisse seiner mehrjährigen Untersuchungen. Weiter untersuchte Foucault Wirbelströme in Metallen, wofür er später die Copley Medaille erhielt.

Er entwickelte ein leistungsfähiges Spiegelteleskop und erfand 1852, basierend auf Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenbergers Maschine von 1817, das Gyroskop. Er wurde 1865 in die französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. (Im 6. Versuch!!!)

Als eine unheilbare Krankheit (Aphasie) in sein Leben eingriff, verschlechterte sich sein Seh -und Sprachvermögen dermaßen, dass er kurz vor seinem Tode am 11. Februar des Jahres 1868 fast blind und stumm war.   

Der Foucaultsche Pendelversuch wurde erstmals im Jahre 1661 von Viviani, dann von Leon Foucault 1850 in der Pariser Sternwarte und 1851 im Pariser Pantheon (Pendellänge: 67m; Pendelmasse: 28kg) durchgeführt.

„Sie sind eingeladen, zu sehen, wie die Erde sich dreht!“

 
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